Kirchen

Filialkirche St. Ulrich am Ulrichshögl

Kirche-UlrichshöglOb die heutige Kirche aus der ehemaligen Burgkapelle hervorgegangen ist, ließe sich nur durch Grabungen nachweisen. Dagegen kann angenommen werden, dass bereits die Burgkapelle dem hl. Ulrich geweiht war. Wenngleich sich das Weihedatum 1030, wie immer wieder angeführt, für Ulrichshögl urkundlich nicht belegen lässt, so könnte die Kapelle doch im späten 11. oder 12. Jahrhundert, der Blüte des einflussreichen Geschlechtes der Högler, womit auch der Burgenbau in Zusammenhang steht, entstanden sein. Das Langhaus der Kirche ist noch der romanischen Zeit zuzuordnen und in das späte 13. Jahrhundert zu datieren. Die Erweiterung und Einwölbung der Kirche dürfte in den ersten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts erfolgt sein. Über die Ausstattung der Kirche bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts sind nur spärliche Nachrichten überliefert. Mit dem Jahre 1673 beginnen die Kirchenrechnungen. 1671 erfolgte der Neubau der Sakristei an der Südseite der Kirche; 1758 der Neubau des Kirchturms mit dem mehrfach gekuppelten Helm. 1823 wurden Renovierungsmaßnahmen im Innern der Kirche durchgeführt.

 

Heiliges Grab in der Kirche am Ulrichshögl

grabAm Karfreitag und Karsamstag besteht die Möglichkeit zur Verehrung des Leidens Christi. Neben Höglwörth ist das Ulrichshögler Grab das bedeutendste im Rupertiwinkel.

Der Aufbau des Heiligen Grabes während der Karwoche erfolgte laut Unterlagen erstmals im Jahr 1407. Seit dieser Zeit wurde der fromme Brauch von den Högler Bauern über Gernerationen hinweg beibehalten, die vornehmlich für den umfangreichen Aufbau sorgten und auch heute noch sorgen. Mehrere Bauern und Helfer von Ulrichshögl sind mit dem Aufbau mindestens einen Tag lang beschäftigit. Zuvor müssen sämtliche Heiligenfiguren vom Hochaltar abgebaut werden. Der Aufbau besteht aus Holz, 200 Lichtlampen mit 70 Farbkugeln vermitteln ein farbenprächtiges Bild. Die Farbkugeln sind mit Wasser gefüllt und mit Eierfarben bemalt. Jedes Jahr müssen diese Kugeln ausgewaschen und neu mit Wasser gefüllt werden. Bis etwa 1930 benutzte man Öllampen, seit dieser Zeit Lichtlampen. Am Karfreitag wird das Allerheiligste zur Erinnerung an das Leiden Christi ausgesetzt. Ein mechanisches Rad umgibt die Monstranz und zeigt den Leidensweg. Seit 1979 wird dieses Rad motorisch betrieben, früher musste es jede Stunde aufgezogen werden. Das Heilige Grab von Ulrichshögl wurde 1972 renoviert, 2003 wurde der Holzaufbau erneuert.

 

Pfarrkirche St. Laurentius in Ainring

Kirche-AinringWann in Ainring die erste Kirche entstanden ist, lässt sich nicht nachweisen. Der erste namentlich bekannte Pfarrer Rudolf ist erst für das späte 13. oder frühe 14. Jahrhundert belegt, jedoch berichtet die ältere Literatur über eine Weihe der Kirche im Jahr 1150, ohne dafür eine Quelle anzuführen. Diese urkundlich nicht oder nicht mehr belegbare Überlieferung steht in Einklang mit den Grabungsbefunden im Rahmen der Innenrenovierung der Kirche in den Jahren 1976/77. Wohl im späten 14. Jahrhundert wurde der romanische Bau an der Ostseite durch einen frühgotischen Chorbau erweitert. Nach 1490 erfolgte der teilweise Abbruch der bestehenden Kirche und deren Erweiterung nach Süden hin. Aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts stammt die Portalvorhalle, aus dem Jahre 1672 der Neubau der Sakristei und von 1685 die Arme-Seelen-Kapelle (Beinhaus), wohl anstelle schon früher bestehender Bauten errichtet. Schon 1657 wurde ein barocker Hochaltar angeschafft, dessen Altarblatt der Salzburger Maler Sylvester Pauer schuf. 1729 wurde der Kirchturm erhöht und mit einer Zwiebel bekrönt. Ab 1732 erfolgte eine Erweiterung der Kirche um 1 Joch nach Osten (ca. 3,50m,) Bei dieser Baumaßnahme wurden auch die gotischen Gewölberippen abgeschlagen, ebenso die Wandpfeiler mit den Runddiensten beseitigt und durch flache Pilaster und Stuckkapitelle ersetzt. Auch die Sakristei wurde erweitert. Abgesehen von einzelnen kleineren Veränderungen hat sich die Kirche in dieser barocken Gestalt bis zur Gegenwart erhalten.

 

Filialkirche St. Andreas und St. Rupertus in Perach

Kirche-Perach-2Kirche-PerachIm 11. Jahrhundert sind die Edelfreien von Perach, als erster wird ein "Prun de Perhhah" (1070-1120) genannt, Ortsherren, die im Verlauf des 12. Jahrhunderts diesen Besitz dem Kloster St. Peter verkaufen bzw. übereignen, das dann, wenn auch nicht ausschließlich, Grundherr des Kirchdorfes war. Auf diese Ortsherren des 11. und 12. Jahrhunderts, wenn nicht schon auf den Priester Engilbert dürfte die erste Kirche zurückgehen. Anlässlich der 1972 erfolgten Trockenlegung des Kirchenbodens fanden sich im Altarraum die Fundamente einer romanischen Apsis. 1681 wurde ein neuer Dachreiter errichtet. 1690 stiftete Johann Strobel einen neuen Altar. 1727 erfolgte die Zumauerung des Chorfensters und die Erweiterung von 4 Kirchenfenstern. 1751 wird das Kirchendach mit Ziegeln gedeckt und ein neues Pflaster im Inneren der Kirche verlegt.

 

Pfarrkiche "Zu Unserer Lieben Frau" in Feldkirchen

Kirche-FeldkirchenDas Marien-Patrozinium deutet mehr auf das Hochmittelalter, auf das 11. und12. Jahrhundert als Entstehungszeit der Kirche hin. Beim Einbau der Kirchenheizung im November 1970 wurden Mauerreste vorgefunden, die den Schluss zulassen, dass es sich hierbei um die Fundamente eines kleinen romanischen Vorgängerbaues handelt, der im frühen 15. Jahrhundert einem größer angelegten gotischen Bau weichen musste. Das genannte Weihedatum 1420 wird noch durch das Fragment eines Kreuzigungsfreskos im Turmuntergeschoss, dem heutigen Kirchenein-gang, das stilistisch dem frühen 15. Jahrhundert zuzuordnen ist, bekräftigt. Damit ist zugleich der Beweis erbracht, dass der Turm der älteren Bauperiode angehört, wofür auch die bis zur Höhe des Kirchendaches reichenden Schartenfenster sprechen. Neubau der Kirche um 1516/1521. Im Jahre 1521, am Tag des hl. Michael, erfolgt die Weihe der Kirche durch den Chiemsee-Bischof Berthold Pürstinger. Dass künftig nicht der St. Michaelstag als Kirchweihtag begangen wurde, sondern nach wie vor der Weiße Sonntag (Weihetag von 1420), spricht für die Erinnerung an den Vorgängerbau.

 

Filialkirche St. Erasmus in Bicheln

kirch-bichelnEs ist naheliegend, dass das Benediktinerinnenkloster für die Errichtung einer Kirche in diesem Ort Sorge getragen hat. Der Baubestand des Langhauses lässt auf einen spätromanischen Bau schließen, worauf die starken Mauern, die Rundfenster im westlichen Joch und das Fehlen eines Außensockels hinweisen. Der Chorraum mit Fünfachtelschluss und leichten Knick nach Norden dürfte im frühen 15. Jahrhundert anstelle einer romanischen Apsis angefügt worden sein. Ein starker, abgefasster Chorbogen trennt das Langhaus vom Chorraum. Die ursprünglich kleineren Fenster des Langhauses erfuhren 1725 eine Vergrößerung und reichen nun bis zum Gewölbeansatz. Das mittlere Fenster des Chors wurde wohl 1755 zugemauert. Gemauerter Turm in Dachreiterform, der auf drei Seiten auf dem Dachgebälk ruht, mit hohem Spitzdach. Vollständige Erneuerung 1977.

 

Pfarrkirche St. Martin in Thundorf

Kirche-ThundorfDas Patrozinium St. Martin, des fränkischen Reichsheiligen der Merowingerzeit, spricht zugleich für das offenbar frühe Entstehen einer kleinen Kirche auf der Anhöhe des Siedlungsgeländes. Erbaut im 15. Jahrhundert; im 17. Jahrhundert durch ein Seitenschiff vergrößert und verändert. 1739 Erneuerung des Kirchturmes mit "Zwiebel". Abbruch und Neubau der Kirche im Jahre 1921. Einweihung der neu erbauten Kirche durch Erzbischof und Kardinal Michael von Faulhaber am 30.10.1921.

  

Filialkirche St. Nikolaus in Straß

Die nördlich der Straße, auf einer kleinen Anhöhe gelegene, ehemals von einer Friedhofmauer umgebene Kirche dürfte in ihren heutigen Ausmaßen zur Zeit der Spätgotik (um 1450) entstanden sein, in ihrem Ursprung aber weiter zurückreichen, was durch systematische Bodenuntersuchungen zu klären wäre. So fand sich 1959 anlässlich der Trockenlegung des durchfeuchteten Mauerwerks im Inneren der Kirche, nahe dem Eingang, eine Begräbnisstätte, die auf den Friedhof einer kleineren Vorgängerkirche hinweist. Über Bau und Ausstattung der Kirche sind nahezu keine Archivalien vorhanden; die Kirchenrechnungen beginnen erst mit dem Jahre 1751 und erweisen sich zudem als sehr lückenhaft. Der Grundriss der 1749 unter Verwendung des vorhandenen Baubestandes wesentlich veränderten Kirche weist noch den auf den spätgotischen Vorgängerbau zurückgehenden Dreiachtel-Chorschluss auf. Auch der Außensockel an der Süd-, Ost- und Nordseite spricht für die miteinbezogene gotische Bausubstanz, während der westliche Turm - mit Ausnahme des Untergeschosses - seine heutige Gestalt erst in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts erhalten hat. Umfassende Renovierungsarbeiten erfolgten 1932, 1959 und 1989 (Turm).

 

Ehemalige Filialkirche St. Stephanus in Sur

Im Weiler Sur an der Kleinen Sur in der ehemaligen Gemeinde Straß, befand sich bis 1784 eine dem hl. Stephanus geweihte Kirche, deren Ursprung im 12. Jahrhundert vermutet werden darf. Schon das Patrozinium weist auf eine frühe Entstehung hin. Bei der beim Gehöft gelegenen kleinen Kirche dürfte es sich um eine Eigenkirche gehandelt haben, die im 13. Jahrhundert in die Verwaltung der Pfarrei Ainring überging und bis 1784 Filialkirche derselben war. 1778 wurde die Kirche geschlossen. Die Kirche wurde zum Wohnhaus umgebaut (Besitzer Wenger Matthias) und soll nach einer Überlieferung erst 1864 ganz abgebrochen worden sein: Das Ende einer Kirche, deren Ursprung in das Hochmittelalter zurückreichte.

 

Pfarrzentrum St. Severin in Mitterfelden

Am 28.11.1982 weihte Regionalbischof Franz Schwarzenböck das Pfarrzentrum St. Severin in Mitterfelden ein. Früher wurde die Pfarrei von Feldkirchen aus geführt und betreut. Beim neuen Pfarrzentrum wurde aufgrund der vorgegebenen örtlichen Situation versucht, inmitten der umgebenden Wohnbebauung durch bescheidene Mittel eine Baugruppe zu schaffen, die einen eindeutigen zentralen Punkt darstellt.

 

Evang.-luth. Gemeindezentrum "Auferstehungskirche"

evangelische-KircheDie ersten evangelischen Gottesdienste fanden 1948 - Gebäude sind unschuldig - im Lehrsaal des ehemaligen "Führerhauses" statt. Als dies nicht mehr möglich war, wurden die weiteren Gottesdienste in einer Baracke gefeiert. Einige Zeit darauf fand die Bitte der Evangelischen nach einem geeigneteren Gottesdienstraum bei der Katholischen Gemeinde Gehör, die dankenswerterweise den neuen Saal über dem Kindergarten zur Verfügung stellte. Seitdem 1970 der erste Bauabschnitt des Gemeindezentrums fertiggestellt werden konnte, finden die sonntäglichen Gottesdienste im dortigen Gemeindesaal statt.

 

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